Erstellt am: 04.09.2008

Letzte Aktualisierung: 04.09.2008

Autor: Christian Müller

Kategorie: Test

Inhalt dieses Artikels:

Logitech G15 Refresh

Allgemeines

Refresh klingt zunächst einmal nach einer Verbesserung, nach einer Weiterentwicklung eines Produkts. Man erwartet etwas Besseres zu einem ähnlichen Preis.

Logitechs Refresh-Version der erfolgreichen Gaming-Tastatur G15 ist in dieser Angelegenheit ein zweischneidiges Schwert.

Denn viele Kritikpunkte an Version 1 sind immer noch vorhanden, andere neue sind dazugekommen. Andererseits bietet die G15 V2 auch einige Neuerungen, die manchen Anwendern sicherlich besser gefallen werden als bei der alten G15.

Genaue Details dazu finden Sie in diesem Test.

Die Tastatur

"Fresh" wirkt die Tastatur auf jeden Fall, denn das Äußere hat sich sehr gewandelt.

Auf den ersten Blick Fallen die reduzierten Makro-Tasten auf. Von einstigen 18 sind nur noch 6 übrig geblieben, die aber nach wie vor je dreifach belegt werden können. Wer für die vielen Tasten Verwendung fand, muss also bei der Refresh mit Abstrichen leben. Dadurch konnte auch die Breite der Tastatur - die Breite beträgt nun nur noch 49cm statt 54,5cm - deutlich gesenkt werden, die Überlänge der Vorgängerin fand nicht auf allen Schreibtischen ausreichend Platz.

Ebenso auffällig ist die Änderung des Farbkonzepts. Logitech nimmt Abschied von edlem Blau und setzt nun auf eine orange Hintergrundbeleuchtung, was sich vor allem am Display bemerkbar macht, welches nun etwas besser abzulesen ist. Letzteres ist nun fest in die Tastatur eingebaut und kann nicht mehr eingeklappt werden. Auch dessen Größe wurde beinahe halbiert, jedoch bleibt die Auflösung gleich. Viele Applets lassen sich jedoch schlechter ablesen als zuvor.

Rings um das LCD hat Logitech die Media-Tasten verbaut, die im Gegensatz zur sehr guten Verarbeitung der Tastatur billig wirken. Am meisten vermisst man hier das praktische Rad zur Lautstärke-Regulierung, welche jetzt mit einem Tastendruck geändert werden muss.

Neben einer Taste zur Helligkeitssteuerung der Beleuchtung (Aus - Ein: dunkel - Ein: hell) findet sich auf der linken Seite neben den Makromodus-Tasten wieder ein Schieberegler zum Sperren der Windowstaste. Dies soll verhindern, dass man währen dem Spielen durch unbeabsichtigtes Drücken dieser Taste auf den Desktop zurückgeworfen wird.

Ebenfalls neu, jedoch nur eine Frage des Erscheinungsdatum: Bei der Windowstaste handelt es sich um die neue Vista-Version.

Unter dem weit hinausragenden Display befinden sich nach wie vor zwei USB Ports, die allerdings wiederum nur USB 1.1 unterstützen. Logitechs Vorgehensweiße ist hier schlicht nicht verständlich, externe Datenträger sind daran nicht zu gebrauchen, vor allem auch deshalb, weil die Stromaufnahme der angeschlossenen Geräte nicht mehr als 100mAh betagen darf.

Um den Schreibkomfort zu steigern befindet sich eine Handballenauflage in der (deutlich kleiner gewordenen) Verpackung, die außer einer Treiber-CD leer ist. Außerdem lassen sich an der Oberkante zwei Tastaturfüße aufklappen, die der G15 eine steilere Position einbringen.

Nicht neu, aber leicht modifiziert: Die Kabelführung an der Unterseite der Tastatur.

Das Geräusch beim Tastenanschlag hat Logitech deutlich verbessert. Die alte G15 neigte dazu beim Schreiben ein Klappern von sich zu geben, in Version 2 wurde das reduziert und ist kaum mehr bemerkbar. Der Druckpunkt der Tasten liegt dabei angenehm, die Tasten sind nicht zu leichtgängig und bieten ein angenehmes Schreibgefühl. Trotz dieser Verbesserungen ist leicht zu bemerken, dass es ich immer noch um die selbe Tastatur handelt.

Die Software

Die G15 Refresh verwendet weiterhin die selbe Software wie ihre Vorgängerin und bietet von Haus aus schon einige Applets für das Display.

Neben einer Uhr- und Datumsanzeige gibt es einen Performance Monitor, der CPU- und RAM-Auslastung anzeigt, sowie einen POP3 Monitor zum überwachen eines E-Mail Kontos und ein Media Display, das Informationen zu abgespielten Audio- oder Videodateien liefert.

Erkennt die Software ein unterstützes Spiel, so wird dafür ein eigenes Profil angelegt, das daraufhin bei jedem Start des Programms aktiviert wird und unterschiedliche Makros enthalten kann.

Fazit

Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Zwar verbessert Logitech seine Gaming-Tastatur in einigen Punkten, andererseits werden alte Features wegrationalisiert und neue Fehler begangen.

Für Besitzer der alten G15 lohnt sich der Umstieg freilich nicht, außer dem verbessertem Schreibgefühl gibt es kaum Argumente für einen Neukauf.

Kaufer, die noch keine G15 ihr Eigen nennen haben dabei sowieso keine Wahl, da nur noch die Refresh erhältlich ist.

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