Erstellt am: 17.11.2008

Letzte Aktualisierung: 17.11.2008

Autor: Sebastian Fischer

Kategorie: Test

Inhalt dieses Artikels:

Game-Info:

Genre: Strategie (Aufbau)

Homepage

Entwickler: Funatics

Publisher: Ubisoft

Plattform: Windows

Release: 28.08.2008

Die Siedler - Aufbruch der Kulturen

Einleitung

siedler logo

Die Siedler - Aufbruch der Kulturen ist der Nachfolger von "Die Siedler 2", denn es basiert auf dessen Grundprizip. Daher wird es auch als Traditions-Edition bezeichnet.

Es wurde also das klassischen Siedler-Spielprinzip mit besserer Grafik und ein paar Neuerungen umgesetzt. Die grafischen Änderungen sind zwar das Hauptmerkmal der neuen Version, aber auch in anderen Bereichen ist an dem Spiel einiges verbessert worden.

Beim "Aufbruch der Kulturen" gibt es drei Völker, die Bajuwaren, die Schotten und die Ägypter. Jedes dieser Völker besizt ein paar Besonderheiten, die eine unterschiedliche Spielweise erfordern.

In diesem Test werden die Neuerungen zu Siedler 2 und auch sonstige Vor- und Nachteile des Spiels beschrieben. Alle vorhanden Bilder (außer dem Logo) sind Screenshots aus dem Spiel. Sie sollen unter anderem einen Einblick in die grafischen Verbesserungen des Spiels geben.


Das Spielprinzip

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Das Spielprinzip basiert wie schon erwähnt auf dem klassischen und erfolgreichen Siedler 2 Prinzip, das bedeutet, dass die Gebäude an den mit Symbolen gekennzeichneten geeigneten Stellen gebaut werden und diese mit mehr oder weniger flexiblen Wegen verbunden werden. Die benötigten Waren, Arbeiter oder Soldaten benutzen dann diese Wege. Die Rohstoffe, bzw. Waren werden wie beim Vorgänger von einem Träger von einer Fahne zur nächsten gebracht. Eine Neuerung dabei ist, dass die Wege nun etwas flexibler geworden sind, was in machen Situationen sehr hilfreich sein kann.

Das Kampfsystem hat sich nur etwas verändert. Die Anzahl der stationierten Soldaten ist auch auch wieder durch die Grenznähe festgelegt und bei einem Kampf kommen Soldaten der umliegenden Militärgebäude mit dazu, sowohl beim Angreifer, als auch beim Verteidiger. Der Kampf lässt sich dann nicht mehr beeinflussen und läuft alleine ab. Bei einem Sieg, gehört dem Gewinner das Gebäude. Das auffälligste neue Feature hier sind Bogenschützen, die zwar mit auf die Gegner schießen, aber erst zum Schluss angegriffen werden. Das ist auch der größte Vorteil von diesen. Die Einheiten (also auch die Nahkämpfer) besitzen nun eine genauere Lebenspunkteanzeige und weitere Kampfattribute (z.B. Schaden).

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Um bessere Soldaten zu bekommen müssen diese auch wieder mit Gold verbessert werden. Es gibt drei Stufen, jeweils bei den Soldaten und Bogenschützen, Ausnahmen sind z.B. die Ägypter (siehe unten: Die verschiedenen Völker). Bei jeder "Beförderung" steigt die Stärke der Soldaten. Leider sind diese dann viel zu überlegen und können es je nach Stufe mit mehreren Schlechteren aufnehmen, was den geringen Goldpreis nicht rechtfertigt.

Auch Schifffahrten spielen eine große Rolle (also zum Beispiel die Besiedlung von Inseln). Dazu muss ein Schiff gebaut werden und an festgelegten Stellen eine Expedition gestartet werden. Nachdem dem Schiff der Befehl zum Ankern gegeben wurde, fährt es zwischen Startpunkt und Ziel immer hin und her um Waren, Siedler und Soldaten zu befördern.


Die verschiedenen Völker

Bajuwaren, Schotten und Ägypter - das sind die drei Völker, die gespielt werden können. Wie schon erwähnt hat jedes von ihnen spezielle Eigenschaften. Die Ägypter zum Beispiel haben stärkere Bogenschützen, dafür aber schwache Soldaten, die sich dann nicht mit Gold verbessern lassen. Auch die Gebäude unterscheiden sich je nach gewähltem Volk. Das erfordert etwas Zeit um sich einzuspielen, besonders bei einem Völkerwechsel.

Mit dieser Vielfalt bietet das Spiel eine weitere Abwechslung. Es lässt sich daher erfreulicherweise sagen, dass Funatics das System mit den Völkern gut beherrscht und genausogut umgesetzt hat.

Die Gebäude

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Hinzugekommen sind ein paar neue Gebäude, wobei die Opferungsstätte das Interessanteste sein dürfte. Hier können Opferungen erforscht und dann benutzt werden um zum Beispiel bestimmte Rohstoffe zu erhalten oder für eine bestimmte Zeit seine Soldaten zu verstärken. Natürlich ist das ganze nicht kostenlos und auch die Anzahl und Arten der Opferungen sind häufig verschieden (bezogen auf die Kampagnen).

Neben der Operungsstätte sind auch andere Gebäude interessant. Das verwirrende daran ist, dass zum Beispiel ein Jagdhaus bei den Bajuwaren Felle "produziert", bei den Ägyptern aber wie gewohnt Fleisch. Ein weiteres erwähnenswerte Gebäude ist der Geologe, die nicht mehr in Scharren zu den Fahnen geschickt werden können, sondern es muss erst das zugehörige Gebäude gebaut werden, ehe EIN Geologe die Arbeit aufnimmt und das Gelände absucht.

Bergewerke benötigen nun je nach Art verschiedene Nahrung und auch mehr, z.B. für einen Diamanten (die nur für Opferungen benötigt werden) müssen 4 Nahrungsmittel bereitgestelt werden.

Kampagnen

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Die Anzahl der Kampagnen ist mit 11 Stück leider etwas wenig und sorgt nur für wenige Stunden Spielzeit. Bevor man das Spiel startet, kann man bei jeder Kampagne eine aus drei (nach einmaligen Durchspielen alle vier) Schwierigkeitsstufen wählen, die unter anderem auch die Anzahl der Startressourcen bestimmen. Zum lernen und "einspielen" in die Völker ist es genau das Richtig. Durch die geringe Anzahl allerdings nichts für einen längeren Zeitvertreib.

Aber auch weitere Vorteile, neben dem Lerneffekt bieten die Kampagnen. Die Geschichte ist sehr schön gestaltet und die Dialoge sogar teilweise lustig, aber auch an manchen Stellen zu kindisch. Oft nerven (besonders beim erneuten spielen der Kampagne) die plötzlich erscheinenden Gespräche oder Hinweise. Nach erfolgreichen durchspielen aller Kampagnen auf der schwierigsten Stufe kommt ein neuer Schwierigkeitsgrad hinzu, mit dem sich diese nochmal spielen lassen. Mit diesem sind die Kampagnen schon schwieriger. Denn manchen sind sogar auf Stufe 3 (Schwierigkeitsgrad) noch leicht zu schaffen.

Also lässt sich zusammenfassen, dass die Kampagnen eine schöne Geschichte haben, aber zu leicht und viel zu wenige sind. Da wäre noch etwas Verbesserung angesagt.

Freies Spiel

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Beim freien Spiel stehen die gleichen Schwierigkeitsstufen zur Verfügung. Um sich ein Bild davon machen zu können, hier mal ein Überblick davon:

  • Unkompliziertes Spiel: Die Bergwerke benötigen keine Nahrung und es gibt viele Startressourcen.
  • Einfach: Viele Startressourcen.
  • Normal: Ausreichend Startressourcen.
  • Für Meister-Siedler: Mäßige Startressourcen. Die Gegner bekommen einen Rohstoffbonus und ihre Bergwerke benötigen keine Nahrung.

Besonders für Anfänger ist das sogenannte "Unkomplizierte Spiel" gut geeignet, da es sehr leicht zu spielen ist. Ansonsten ist der Unterschied zwischen den Stufen nicht sehr groß. Für geübte "Siedler" sind daher die ersten beiden eigentlich sinnlos.

Dann kann man sich ein Volk und eine der zwar äußerlich schönen, aber nicht allzu vielen Karten auswählen. Das Spiel ist entweder endlos, bis alle Feinde besiegt sind oder bis die ganze Karte erkundet ist, usw. Diese Zielbedingung lässt sich aber auch einstellen.

Die neue Grafik

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Das Hauptmerk von Die Siedler - Aufbruch der Kulturen liegt ganz deutlich auf der neuen Grafik, die dem derzeitigem Stand mehr oder weniger angepasst wurde. Das heißt, es wurden für alle Gebäude und das Gelände schöne Texturen erstellt. Auch die Warenträger und Soldaten sind gut gestaltet, aber leider immer gleich animiert.

Die Anforderungen an die Grafikkarte sind nicht allzu hoch, dass zeigt auch, dass die Grafik nicht der letzte Schrei ist, aber für ein Aufbauspiel absolut ausreichend. Der einzige negative Punkt hierbei sind die Symbole für die Bauplätze, welche die schlechte Auflösung der Vorgänger besitzen. Das kann im schönen Bild der neuen Grafik schon mal stören, besonders wenn man etwas näher ans Geschehen hinzoomt.


Zusammenfassung

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Als Abschluss lässt sich sagen, dass die "Neuauflage" von Siedler 2 sehr gut gelungen ist. Es wurden einige Dinge verbessert und natürlich auch die Grafik an den aktuellen Stand angepasst. Schlecht ist allerdings, dass die Anzahl der Kampagnen und der Karten im Freien Spiel zu gering ist und daher der Spielspass nicht extrem lange anhält. Trotzdem ist es für jeden Siedler 2 Fan ein Muss!

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